Gemäß dem Bildungs- und Erziehungsauftrag des Schulgesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen verstehen wir uns am Albert-Schweitzer-Gymnasium als eine Schule, welche ihre Schülerinnen und Schüler zur eigenverantwortlichen und mündigen Partizipation am wirtschaftlichen, beruflichen und politischen Leben befähigen will. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es für uns von zentraler Bedeutung, die individuelle Berufswahlkompetenz der Schülerinnen und Schüler unserer Schule zu fördern. Darunter verstehen wir die Fähigkeit der Schülerinnen und Schüler, ausgehend von den individuellen Interessen, Kompetenzen und Fertigkeiten sowie unter Berücksichtigung sich wandelnder gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Anforderungen, eine eigenverantwortliche und selbstbestimmte Entscheidung für die Berufsfindung einzuleiten.

Dabei lassen wir uns von folgenden Prinzipien leiten:

  • Durch die Studien- und Berufsorientierung am ASG sollen die Schülerinnen und Schülern frühzeitig beim Erkennen eigener Fähigkeiten und Interessen unterstützt und mit Orientierungswissen und Kompetenzerwerb bei der Planung ihrer beruflichen Zukunft begleitet werden.
  • Die Studien- und Berufsorientierung am ASG ist eine Querschnittsaufgabe aller Fächer.
  • Die Studien- und Berufsorientierung am ASG bezieht die Erziehungsberechtigten ein und sucht aktiv die Kooperation mit außerschulischen Partnern.
  • Die Studien- und Berufsorientierung am ASG ergänzt eine Reihe von verbindlichen Förder-elementen um freiwillige Angebote zur Stärkung der Eigeninitiative der Schülerinnen und Schüler.

Wenn Sie noch weitere Fragen haben, sprechen Sie mich gerne an: berufsorientierung@asg-huerth.de
Das Büro der Berufsorientierung befindet sich in Raum 161.  

Michael Dornbusch (Koordination der Studien- und Berufsorientierung) 

 

Bausteine der Studien- und Berufsorientierung in der Mittelstufe

 

Klasse 8

Potenzialanalyse

Bei der Potenzialanalyse werden alle Jugendlichen durch ein eintägiges Testverfahren unter Einbeziehung kompetenter Beraterinnen und Berater von außen im Hinblick auf ihre Fähigkeiten, Kompetenzen und Interessen getestet. Die Testverfahren ermöglichen es den Schülerinnen und Schülern, unabhängig von geschlechtsspezifischen Rollenerwartungen ihre Stärken, Fähigkeiten und Talente im Hinblick auf die Lebens- und Arbeitswelt zu entdecken. Weitere Teile der Potenzialanalyse dienen dazu, die Schülerinnen und Schüler altersgerecht dazu zu motivieren, sich mit Themen und Anforderungen der Berufswelt und der Studienfächer zu beschäftigen. Die Ergebnisse werden mit den Jugendlichen und ihren Eltern in individuellen Auswertungsgesprächen besprochen und reflektiert.

Berufswahlpass

Der Berufswahlpass „Berufswahlpass NRW SEK II“ ist eine Dokumentations- und Informationsmappe, in der die Materialien des Jugendlichen geordnet gesammelt werden und relevante Informationen rund um das Thema Studien- und Berufsorientierung enthalten sind. Bis zum Ende der Schullaufbahn stetig erweitert, soll sie als individueller ‚Kompass der Zukunftsplanung‘ dienen.

Berufsfelderkundungen

Die Berufsfelderkundungen sind eintägige Praktika und dienen der ersten aktiven Berufsorientierung und zur Vorbereitung des Betriebspraktikums. Die zu erkundenden Berufsfelder sollten sich an den Interessen, Fähigkeiten und Kompetenzen der Jugendlichen orientieren, die Erfahrungen und Ergebnisse der Potentialanalyse können dabei eine Hilfestellung sein.

 

Klasse 9

Bewerbungstraining im Fach Deutsch

Eltern als Experten (Bewerbungstraining)

Eltern mit Erfahrungen im Personalwesen (Bereich Ausbildung, Betreuung von Auszubildenden, Sichtung von Bewerbungen etc.) besuchen die Klassen 9 im Rahmen des Deutschunterrichts zum Thema „Fit für die Arbeitswelt – Berufe finden und sich bewerben“.

Besuch des Berufsinformationszentrums der Arbeitsagentur

Vor Ort erhalten die Schülerinnen und Schüler zunächst eine Einführung durch eine Mitarbeiterin der Agentur für Arbeit. Sie stellt die verschiedenen schulischen Abschlüsse sowie die beruflichen Perspektiven vor. Anschließend können die Schülerinnen und Schüler sich über konkrete Berufe, Berufsfelder und artverwandte Berufe informieren. Wer keine Vorstellung von einem Beruf hat, kann sich über Neigungen, Fähigkeiten und Selbsteinschätzungen Berufen/Studienfächern zuordnen lassen, um diese dann mit den multimedialen Möglichkeiten des BIZ näher zu erkunden.

Ausstellung von Praktikumsplätzen

Eine Ausstellung der Praktikumsstellen der Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase hilft und motiviert die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 sich auf die Suche nach geeigneten Praktikumsstellen für das zweiwöchige Schülerbetriebspraktikum zu machen.

Praxistag

Der Praxistag ist eintägiges Praktikum und dient anknüpfend an die Berufsfelderkundungen in der Klasse 8 einer weiteren beruflichen Orientierung.

Informationsabend „alternative Bildungswege am Berufskolleg“

Das Goldenberg Berufskolleg informiert alle interessierten Schülerinnen und Schüler und Eltern über das vielfältige Angebot der Berufskollegs, welches sich an Schülerinnen und Schüler mit einem Bedarf an stärkerem Praxisbezug und einer eindeutigeren beruflichen Zielorientierung richtet.

Individuelle Beratung über den Bildungsweg

Das StuBo-Team und die Mitarbeiter der Arbeitsagentur stehen als qualifizierte Beraterinnen und Berater zur Verfügung.

Anschlussvereinbarung

In der Anschlussvereinbarung bilanzieren die Jugendlichen ihre bisherigen Ergebnisse und Erkenntnisse aus der Berufs- und Studienorientierung. Sie werden dabei von ihren Lehrkräften und ihren Eltern unterstützt. Daraus leiten die Jugendlichen Schritte für ihren weiteren Weg ab. Ziel ist es, auf dieser Basis eine realistische Anschlussperspektive zu entwickeln, um Brüche im Übergang von der Schule in Ausbildung oder Studium zu vermeiden.

Einführungsphase:

Schülerbetriebspraktikum/Auslandpraktikum

Zu Beginn der Jahrgangsstufe EF können die Schülerinnen und Schüler selbständig eine Lehrperson ansprechen, von der sie während des Praktikums betreut werden möchten. Unmittelbar vor dem Praktikum findet ein 2-stündiger Vorbereitungsworkshop in Kursen (ca. 20 Schülerinnen und Schüler) statt. Hier werden letzte organisatorische Fragen, z.B. zum Thema “Praktikumsbericht” oder “Jugendarbeitsschutz” besprochen, aber auch die Hoffnungen, Erwartungen sowie die Befürchtungen thematisiert.

Während des 2-wöchigen Praktikums wird jede/r Praktikant/in durch die jeweils zuständige Betreuungsperson besucht. Die Betreuungsperson lässt sich hierbei in der Regel durch die Praktikantin bzw. den Praktikanten und dessen betriebliche Betreuungsperson einen Einblick über dessen Tätigkeiten vermitteln und steht für Rückfragen und Hilfestellungen bei der Anfertigung des Praktikumsberichts zur Verfügung. In der ersten Woche nach dem Praktikum findet ein 2-stündiger Nachbereitungsworkshop statt, der v.a. für einen Erfahrungsaustausch und für Fragen zum Praktikumsbericht genutzt werden soll.

Die Auslandspraktika finden in der Jahrgangsstufe EF im Rahmen des Berufsorientierungs-praktikums statt. Es handelt sich um ein zweiwöchiges Praktikum, welches von einem vor- und einem nachgeschalteten Workshop begleitet wird. Die Schülerinnen und Schüler werden individuell von einer Fachlehrerin oder einem Fachlehrer mit der jeweiligen Landessprache als Unterrichtsfach betreut. Die Schule und die Praktikumsstelle kooperieren bei der Organisation und Vorbereitung des Aufenthalts. Für den Spanischzweig besteht eine Kooperationsvereinbarung mit der Stadtverwaltung Motril (Andalusien) und die damit verbundene Möglichkeit, jährlich Praktikantinnen und Praktikanten dorthin zu entsenden, welche auch rege genutzt wird. Weitere Auslandspraktika wurden in Frankreich, Polen usw. ermöglicht. Im Hinblick auf Studienvorhaben der Schülerinnen und Schüler (z.B. europäische Doppelmasterstudiengänge) findet eine individuelle Beratung zum Thema Auslandspraktika statt, da diese oftmals bei Studienbeginn vorausgesetzt werden.

Orientierungs- und Entscheidungsworkshops

Anknüpfend an die Erfahrungen des Betriebspraktikums 9 führen wir Orientierungs- und Entscheidungsworkshops durch, die die individuellen Interessen und Fähigkeiten reflektieren und für weitere berufliche Überlegungen auf ein Ziel fokussieren.

Informationsabend „alternative Bildungswege am Berufskolleg“

Das Goldenberg Berufskolleg informiert alle interessierten Schülerinnen und Schüler und Eltern über das vielfältige Angebot der Berufskollegs, welches sich an Schülerinnen und Schüler mit einem Bedarf an stärkerem Praxisbezug und einer eindeutigeren beruflichen Zielorientierung richtet.

Individuelle Beratung über den Bildungsweg

Das StuBo-Team, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Arbeitsagentur und die Beraterin des Zentrums für Talentförderung NRW stehen als qualifizierte Beraterinnen und Berater zur Verfügung.

 

Qualifikationsphase I/II:

Besuch der Berufsfachmesse „vocatium“

Auf der Messe können sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über Inhalte und Perspektiven verschiedener Ausbildungen sowie dualer oder klassischer Studiengänge informieren und erste Kontakte zu Unternehmen und Hochschulen knüpfen.

Studienbörse am Albert-Schweitzer-Gymnasium

An diesem Abend können die Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen mit Expertinnen und  Experten in persönlichen Gesprächen Einblicke in Studiengänge und Anforderungen im Studium erhalten. Die Referenteninnen und Referenten sprechen über ihre persönlichen Erfahrungen. Hier bekommen die Schülerinnen und Schüler zu vielfältigen Themen einen authentischen Blick auf ein mögliches Studium. Im Sinne einer konkreten Schülerorientierung wird die Studienbörse größtenteils mit Referentinnen und Referenten durchgeführt, die selbst einmal Schülerin bzw. Schüler an der Schule waren. Dadurch hat sich über die Jahre ein Alumni-Netzwerk aufgebaut, welches ständig aktualisiert wird. Die Vorteile einer solchen „Peer-to-Peer-Veranstaltung“ liegen in einer authentischen Begegnung zwischen angehenden Abiturientinnen und Abiturienten und Studierenden, bei der ein Netzwerk entsteht. Des Weiteren ergeben sich hierdurch Informationsflüsse, die uns beim Nachvollziehen des beruflichen Werdegangs unserer Absolventinnen und Absolventen unterstützen.

Berufsbörse am Albert-Schweitzer-Gymnasium

Die Berufsbörse stellt ein zentrales schulisches Element bei der Begleitung der Schülerinnen und Schüler im Orientierungsprozess dar. An diesem Abend können die Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen mit Expertinnen und Experten in persönlichen Gesprächen Einblicke in Ausbildungswege, Anforderungen und Arbeitsbereiche verschiedener Berufe und Berufsfelder erhalten. Die Referentinnen und Referenten sprechen über ihre persönlichen Erfahrungen in Ausbildung, Beruf und persönlicher Entwicklung. Hier bekommen die Schülerinnen und Schüler zu vielfältigen Themen einen authentischen Blick auf eine mögliche berufliche Zukunft.

Im Vorfeld werden die Schülerinnen und Schüler der Q1 und Q2 nach ihren Interessen befragt. Auf Grundlage dieser Erhebungen werden dann Expertinnen und Experten von Kooperationspartnern (KSK, Barmer-GeK, InfraServ, Knapsack, TU Köln, Universität zu Köln) und interessierte Eltern eingeladen, die in drei „Workshop-Runden“ (à 30 Minuten) den Schülerinnen und Schülern im Orientierungsprozess neue Anregungen und Hilfestellungen geben.

Assessment-Center-Training

In der Oberstufe wird durch die Barmer-GEK ein 3-stündiges Assessment-Center-Training durchgeführt. Hervorzuheben ist das Engagement unseres Partners, der Barmer-GEK, die das Seminar professionell leitet und die Schülerinnen und Schüler mit viel Know-How in die Regeln und Gepflogenheiten von Assessmentcentern einführt. Die Trainerinnen und Trainer geben den Schülerinnen und Schülern vielfältige Tipps zum richtigen Auftreten und lassen diese unter realitätsnahen Bedingungen in die Rolle von Bewerberinnen bzw. Bewerbern schlüpfen, um ihnen dann direktes Feedback zu geben. Dabei helfen die Experten den Schülerinnen und Schülern ihre Stärken und Schwächen aufzudecken und ihre Selbstpräsentation zu verbessern. Ein Riesenvorteil, wenn später echte Bewerbungssituationen eintreten.

Workshop der Arbeitsagentur „Was kommt nach der Schule“

In einem 2-stündigen Workshop stellt der Berater der Arbeitsagentur allen Schülerinnen und Schülern in einer LK-Doppelstunde die verschiedenen Anschlussmöglichkeiten nach der Schullaufbahn vor. In diesem Rahmen können die Schülerinnen und Schülern mit dem digitalen BiZ-mobil selbstständig recherchieren bzw. sich einschätzen. Gleichzeitig lädt er alle Schülerinnen und Schüler persönlich zu seinen Sprechstunden ein.

Wochen der Studienorientierung

In den Wochen der Studienorientierung Januar/Februar können die Schülerinnen und Schüler in den Studienalltag an Hochschulen schnuppern. Zahlreiche Hochschulen bieten in diesen Wochen spezielle Beratungs- und Informationsveranstaltungen wie Schnuppertage und Entscheidungsworkshops zur Studienorientierung an, es können auch Vorlesungen in den verschiedenen Fachrichtungen besucht werden.

Anschlussvereinbarung

Die Übergangsgestaltung ist ein Prozess. Die Jugendlichen bilanzieren ihre bisherigen Ergebnisse und Erkenntnisse aus der Beruflichen Orientierung. Sie werden dabei von ihren Lehrkräften, ihren Eltern, der Berufsberatung und ggf. weiteren Partnern (Jugendhilfe, Hochschule) unterstützt. Daraus leiten die Jugendlichen Schritte für ihren weiteren Weg ab. Durch diese Planung gestalten sie ihren Übergang von der allgemeinbildenden Schule in eine Berufsausbildung, in weitere Bildungsangebote, in ein Studium oder in alternative Anschlusswege.

Sarah Fritschle

Caroline Mattis

Gereon Lucks

Michael Dornbusch

 

Externe Beratungsangebote am ASG:

Berater der Arbeitsagentur

Aktuelle Aushänge vor Raum 161 beachten

Berufs- und Studieninfos zum Mitnehmen im Atelier

Beraterin der TalentScout-Initiative

Frau Abdirahman

  • aktuelle Aushänge vor Raum 161 beachten
  • Ansprechpartner zur Terminvereinbarung:  s.fritschle@asg-huerth.de sowie die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer und die  Stufenkoordination