Das ASG ist bunt!

Mit Beginn des Schuljahres 2019/2020 möchten wir am ASG die Bemühungen von Schülerinnen und Schülern, Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrern rund um eine weltoffene, tolerante und diskriminierungsfreie Schul-, Lern- und Arbeitsgemeinschaft stärken und in den Fokus der Aufmerksamkeit rücken. Aus diesem Grund stellen wir das Schuljahr unter das Motto „Das ASG ist bunt“! 

Dabei soll uns das Motto die vielfältigen, häufig schon seit langem durchgeführten, großen und kleinen Aktionen vor Augen führen, die unsere heterogene Schulgemeinschaft offen für und neugierig auf die Welt außerhalb des Schulgeländes machen und uns dabei gleichzeitig auch zusammenführen. Wir erkennen gemeinsam an, dass unsere Schülerinnen und Schüler wie auch unsere Lehrerinnen und Lehrer alle unterschiedlich und individuell sind. Jede und jeder einzelne trägt seinen Teil zum Schulleben bei. Mit dem Motto „Das ASG ist bunt“ knüpft der Name bewusst an die lokalen Netzwerke „Buntes Hürth“ und „Hürth bleibt bunt“ an, da wir unsere Schule als Teil der offenen Hürther Gesellschaft sehen.  

Aus diesem Grund kooperieren wir mit lokalen Vereinen und Musikern, treffen alte und neue (Hürther) Mitbürger, besuchen Moscheen, tauschen uns aber auch in der Ferne, etwa in der Türkei, Spanien oder Argentinien mit fremden Kulturen aus, um unser Weltbild und unseren Horizont zu erweitern und uns ein eigenes Bild dieser Welt zu machen. Wir organisieren Spenden für Zentralafrika, schicken Weihnachtspakete an Kinder, denen es nicht so gut geht wie uns in Deutschland, organisieren Filmwettbewerbe und Konzertabende und machen diese Aktionen nun auch in der Schule prominent sichtbar. 

Vieles davon ist nicht neu. Wir sind auch nicht die einzige Schule, die solche Projekte in Angriff nimmt. Und doch ist es uns gerade heute wichtig, den Teil, den wir als Schule dazu beitragen können, unsere Gesellschaft für alle lebenswert zu machen, nicht zu verstecken, sondern vielmehr offen dazu zu stehen. Denn, das ASG IST BUNT! 

Das Bild wurde von Emma Jung gestaltet.

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Wir am Albert-Schweitzer-Gymnasium sind stolz darauf, das Siegel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ tragen zu dürfen. Damit bekennen wir uns seit dem Jahr 2007 dazu, durch langfristige und nachhaltige Projekte Diskriminierung im System Schule zu mindern und zu überwinden. Diskriminierung umfasst dabei alle Felder der ideologischen Ungleichwertigkeit: Antisemitismus und Islamophobie genauso wie Islamismus und Homophobie. Solchen Ideologien ist es gemein, dass sie Menschen nach bestimmten Merkmalen kategorisieren und hierarchisieren, woraus ihre Befürworter eine Legitimation für Diskriminierung ableiten. Genauso wie an heute deutschlandweit über 3000 Schulgemeinden ist dafür am ASG kein Platz. Denn das ASG ist bunt.

Wer sich zu den Zielen einer Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage bekennt, unterschreibt folgende Selbstverpflichtung: 

  • Ich werde mich dafür einsetzen, dass es zu einer zentralen Aufgabe meiner Schule wird, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden.
  • Wenn an meiner Schule Gewalt, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen ausgeübt werden, wende ich mich dagegen und setze mich dafür ein, dass wir in einer offenen Auseinandersetzung mit diesem Problem gemeinsam Wege finden, uns zukünftig zu achten.
  • Ich setze mich dafür ein, dass an meiner Schule ein Mal pro Jahr ein Projekt zum Thema Diskriminierungen durchgeführt wird, um langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, vorzugehen. 

Eine Schule bekommt den Titel Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage, wenn mindestens 70 Prozent aller Menschen an einer Schule diese Selbstverpflichtung unterschrieben haben. 

Das Besondere an der Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage ist es, dass es nicht die Lehrkräfte sind, die die Schule und sich mit dieser Plakette schmücken. Vielmehr ist der tragende Pfeiler der Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage unsere Schülerschaft selbst, die die Plakette durch immer neue Projekte und Aktionen selbstorganisiert beantragt hat und immer wieder aufs Neue bestätigen muss. Das geschieht am ASG seit vielen Jahren durch unsere Schülervertretung. Dafür organisierte die SV unter anderem Spendenläufe oder ein Fußballturnier mit Geflüchteten. Öffentlichkeitswirksam unterstützt wurden wir dabei von unseren Paten D-Flame, Adé Bantu und Don Abi von den Brothers Keepers, sowie Christoph Daum, dem damaligen Trainer des 1. FC Köln. 

Weiter Informationen, Berichte über tolle Projekte sowie aktuelle Neuigkeiten findet man auf den Internetseiten von „Schule ohne Rassismus“.