Kunst am ASG

  

  

„Die Kreativität des Menschen ist das wahre Kapital.“  Joseph Beuys

In unserem Alltag sind wir umgegeben von Bildern, beispielsweise aus der Werbung.  Wir produzieren heutzutage so viele Bilder wie nie, da wir fotografieren, unsere Bilder auf sozialen Plattformen (u.a. WhatsApp, Instagram, Snapchat) austauschen.  Die Kunst eröffnet einen vielfältigen Blick und Umgang mit den Bildern und auch mit der Bilderflut und liefert hier einen reflektierten Umgang. Die Schülerinnen und Schüler lernen Bildkonzepte zu durchdringen, zu hinterfragen, z.B. „Wie funktionieren Werbebilder“?  Neben der kognitiven Durchdringung bietet die Kunst den haptischen und kreativen Zugang wie kein anderes Fach. Das eigene Handeln, das Anwenden von individuellen gestalterischen Lösungsideen, das (er)forschende Herangehen an Bildaufbauten trägt dazu bei, dass Kinder lernen ein (sich selbst) gesetztes Ziel umzusetzen. Planen, Ausprobieren, neue Lösungswege beschreiten ist in der Praxis ein grundlegender Prozess, der mit zunehmendem Alter komplexer und herausfordernder wird.   Die Schülerinnen und Schüler lernen verschiedenste Techniken kennen (Malerei, Zeichnen, Collagieren, Druckgrafik, plastisches Arbeiten und kombinierende Verfahren).  Eine eigene Holzwerkstatt rundet das Angebot ab.  Es stehen aber auch Laptops zur Verfügung, so dass auch digitale Bildverfahren erlernt und angewendet werden.  Die Lage zwischen Köln und Bonn bietet zudem die Möglichkeit in den Kunstmuseen vor Originalen zu lernen. 

Der Kunstunterricht ist ein wichtiger Ausgleich zur theorielastigen gymnasialen Ausbildung, vor allem für die Kinder der Erprobungsstufe. Hier erfahren die Kinder Erfolgserlebnisse durch eigenes kreatives Handeln. Dies wird natürlich angeleitet, hier werden Materialerfahrungen und Handlungswege aufgezeigt, um Bilder zu kreieren. Aber die Kinder begeben sich in diesem Rahmen auf die Suche nach eigenen Lösungs- und Anwendungsstrategien. 

Durch altersgerechte Aufgabenstellungen verfeinern sie ihre motorischen Fähigkeiten und entwickeln ein Gespür für künstlerisch-kreative Prozesse 

Begleitend werden die eigenen Ergebnisse betrachtet und reflektiert. Parallel lernen die Kinder Kunstwerke kennen und hinterfragen hier die Arbeits- und Denkweise der Epoche bzw. des Künstlers. So erfahren die Schülerinnen und Schüler, dass Rezeption, Reflektion und Produktion von Werken eine Einheit sind.  

Die Grundlagen, auf die alle weiteren Schuljahre aufbauen, werden hier gelegt: die Schülerinnen und Schüler werden zur Neugier angeregt, entwickeln eigene kreative Konzepte, lernen Methoden zur Umsetzung kennen, sollen viel ausprobieren und prüfen und sammeln so Kompetenzen, um Kunst zu verstehen und zu hinterfragen.  

In diesem Alter machen die Schülerinnen und Schüler einen kognitiven Sprung, so dass oft eine Diskrepanz auftritt zwischen Wollen und Können. Die Schülerinnen und Schüler haben oft den Anspruch etwas „richtig“ darstellen zu wollen. Dieses Bedürfnis der Schülerinnen und Schüler wird berücksichtigt, indem u.a. technisch-handwerkliche Fähigkeiten geschult werden, wie die Proportionen des eigenen Gesichts zu erfassen, um ein Selbstporträt anfertigen zu können. In der Stufe 8 erlernen die Schülerinnen und Schüler Strategien der räumlich-perspektivischen Darstellung und erproben die Bewegungsdarstellung mit digitalem Zugang (Stopp-Motion).  

In der Stufe 9 und 10 wird der Unterricht zunehmend Projektorientierter, da die Schülerinnen und Schüler nun über ein recht breites Spektrum an Kompetenzen verfügen, die zu eigenen Lösungsideen für künstlerische Frage- oder Problemstellung genutzt werden können. 

Für die Schülerinnen und Schüler mit künstlerischer Neigung besteht in der Stufe 9 und 10 die Möglichkeit den Differenzierungsbereich Deutsch-Kunst zu wählen. 

Schwerpunkt dieses fächerverbindenden Angebots ist es, die vielfältigen Berührungspunkte zu erleben, für die im normalen Unterrichtsalltag oft keine Zeit bleibt, z.B.: neue Gesellschaftsspiele konzipieren, lyrische Formen in Songtexten ausprobieren und illustrieren, selber DIY-Videos erstellen usw.  

In der Oberstufe werden 3-stündige Grundkurse angeboten, mit der Möglichkeit Kunst als schriftliches oder mündliches Abiturfach zu wählen. In den letzten Jahren hat sich zudem ein Leistungskurs Kunst etabliert, der je nach Anzahl der Kursteilnehmer in Kooperation mit dem Ernst-Mach-Gymnasium realisiert wird. Eine Besonderheit des Abiturs ist es, dass die Schülerinnen und Schüler abwechselnd eine Theorieklausur und eine praktische Klausur absolvieren. Bei der Wahl des schriftlichen Abiturs besteht auch in der Abiturprüfung die Auswahl zwischen einer Praxis – und einer Theorieklausur. 

Die Herausbildung kreativer Kompetenzen ist auch in der Oberstufe wichtig. Diese Kompetenzen, die erlernte Methodenvielfalt und das eigenständige Hinterfragen der eigenen Lösungsideen ist zudem wichtig für viele Berufe, u.a. im medialen Bereich. Der Auseinandersetzung mit Kunstwerken und Künstlern aller Epochen ist neben der praktischen Kompetenzentwicklung Raum gewidmet. Methoden der kunstwissenschaftlichen Bildbetrachtung werden eingeübt. Dies befähigt die Schülerinnen und Schüler Bilder analytisch zu erfassen und zu hinterfragen und auch immer im Kontext der Entstehung einzuordnen. Auch die Toleranz und das Verständnis für aktuelle Kunst wird hier klar erweitert.  

Beispiele aus der Erprobungsstufe

Beispiele aus der Mittelstufe

Beispiele aus der Oberstufe