Philosophie am ASG

    

  

„Der Zweck der Philosophie ist die logische Klärung der Gedanken. Die Philosophie ist keine Lehre, sondern eine Tätigkeit.“ aus: Ludwig Wittgenstein, Tractatus Logico-philosophicus. 4.112

In der Oberstufe wird Philosophie von der Einführungsphase bis zur Qualifikationsphase II angeboten. Verpflichtend ist das Fach für alle Schülerinnen und Schüler, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, für diese gilt es als Ersatzfach zu Religion. Es ist aber auch möglich, beide Fächer – Religion und Philosophie – zu belegen.  

Im Abitur ist Philosophie der Fächergruppe Gesellschaftswissenschaften zugeordnet.  

An unserer Schule wird das Fach Philosophie hauptsächlich als dreistündiger Grundkurs angeboten.  

Ziel  

Philosophie möchte zum eigenständigen Denken anleiten. Ziel des Unterrichts ist es, dass die Schülerinnen und Schüler unsere Wirklichkeit in ihren vielfältigen Dimensionen genauer wahrnehmen und begründet beurteilen können. Hierfür sollen im Fach Philosophie Wert- und Selbstbewusstsein sowie Einfühlungsvermögen vermittelt werden, um die Schülerinnen und Schüler zu einer sinnvollen Lebensführung und selbstverantwortlichem Handeln in einer demokratischen Gesellschaft zu befähigen.

„Die Philosophie ist das Mikroskop des Gedankens.“ Victor Hugo

Das Fach Praktische Philosophie richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen.

Anknüpfend an die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler befasst es sich mit Sinn-und Wertefragen und nähert sich diesen im Wesentlichen argumentativ-diskursiv reflektierend an. Dabei werden Sachinformationen hinzugezogen, um Handlungen und Erfahrungen einer kritischen Prüfung zu unterziehen und zu einer begründetenWertung zu kommen.

Am Albert-Schweitzer-Gymnasium wird im Fach Praktische Philosophie dabei der Bezug zu aktuellen gesellschaftlichen Gegebenheiten und Themen gesucht. Darüber hinaus wird -wo möglich -die thematische Verbindung zu anderen Fächern hergestellt, um Bezügesichtbar und vernetztes Denken möglich zu machen.

Erprobungsstufe – Mittelstufe:

Der fragenden Grundhaltung der Philosophie entspricht die Einteilung des Fachs in sieben Fragenkreise:

  1. Die Frage nach dem Selbst
  2. Die Frage nach dem Anderen
  3. Die Frage nach dem guten Handeln
  4. Die Frage nach Recht, Staat und Wirtschaft
  5. Die Frage nach Natur, Kultur und Technik
  6. Die Frage nach Wahrheit, Wirklichkeit und Medien
  7. Die Frage nach Ursprung, Zukunft und Sinn.

Diese sieben Fragenkreise sind inhaltlicher Gegenstand des Unterrichts in jeweils einem Doppeljahrgang der Sekundarstufe I.

Im Sinne eines Spiralcurriculums wird die Behandlung dieser Fragen von der Erprobungsstufe zuden Jahrgängen 7/8 bzw. 9/10 zunehmend komplexer,methodisch anspruchsvollerund den bereits erworbenen Kompetenzen angepasst.Darüber hinaus widmen sich die jeweiligen Doppeljahrgänge den sieben Fragenkreisen mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten.

In der Einführungsphase nähern wir uns der Frage, was Philosophie überhaupt ist. Ebenso wird ein Überblick über verschiedenste philosophische Disziplinen gegeben. Außerdem werden den Schülerinnen und Schülern unterschiedliche Methoden zu philosophieren erläutert.  

In der Qualifikationsphase werden Teildisziplinen der Philosophie (Anthropologie, Ethik, Staatstheorien, Erkenntnistheorie) vertiefend behandelt.  

Die Auseinandersetzung mit sowohl philosophischen als auch literarischen Texten spielt im Unterricht die wichtigste Rolle, aber auch Rollen- und Planspiele, Gedankenexperimente und das Durchdenken von Fallbeispielen sind für den Philosophieunterricht relevant.  

Je nach Eignung der Themen werden unterrichtsangebundene Exkursionen zu Museen, religiösen Stätten und ähnlichen außerschulischen Lernorten durchgeführt.

Jedes Jahr findet auch – zusammen mit den Religionskursen – in der Einführungsphase eine Besinnungsfahrt statt. Dort beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler anhand von Projekten, Gesprächsrunden und interaktiven Spielen mit Fragen rund um den Sinn des Lebens.