Wie geht es nach dem Abitur weiter? Studium, Ausbildung oder ein ganz anderer Weg? Mit diesen Fragen setzten sich unsere Schüler:innen beim Kompakttag der Studien- und Berufsorientierung intensiv auseinander. An vier unterschiedlichen Stationen erhielten sie nicht nur Informationen, sondern auch konkrete Hilfestellungen für ihre persönliche Zukunftsplanung.
Station 1: Studium aus erster Hand – Einblick in den Hochschulalltag
Expert:innen der TH Köln ermöglichten den Schüler:innen einen realitätsnahen Einblick in die Welt des Studiums. Dabei ging es nicht nur um Studiengänge, sondern vor allem um die Frage: Wie fühlt sich Studieren eigentlich an?
Anschaulich beschrieben wurden typische Elemente des Studienalltags wie Vorlesungen im Hörsaal, Seminare in kleineren Gruppen, Projektarbeiten und eigenständige Lernphasen. Die Referent:innen erklärten, dass Studierende ihren Stundenplan oft selbst zusammenstellen und ihren Lernprozess eigenverantwortlich organisieren müssen. Diese Freiheit wurde von vielen Schüler:innen als spannend, aber auch herausfordernd wahrgenommen.
Besonders aufschlussreich waren die Unterschiede zur Schule:
- weniger feste Klassenstrukturen
- größere Eigenständigkeit beim Lernen
- andere Prüfungsformate, wie Klausuren am Semesterende oder Hausarbeiten
- mehr Verantwortung für Zeitmanagement und Motivation
Gleichzeitig wurde deutlich, welche Chancen ein Studium bietet: fachliche Vertiefung, wissenschaftliches Arbeiten, neue soziale Kontakte und die Möglichkeit, eigene Interessen gezielt weiterzuentwickeln. So entstand ein realistisches Bild vom Studium – mit seinen Freiheiten, aber auch seinen Anforderungen.
Station 2: Wege nach dem Abitur – Möglichkeiten entdecken und eigene Stärken erkennen
An der zweiten Station stand die Vielfalt der Anschlussmöglichkeiten nach dem Abitur im Mittelpunkt. Neben dem klassischen Universitäts- oder Fachhochschulstudium wurden auch duale Studiengänge sowie qualifizierte Berufsausbildungen vorgestellt. Die Schüler:innen erfuhren, dass auch kombinierte Wege, bei denen Theorie und Praxis eng verzahnt sind, attraktive Perspektiven bieten.
Ein besonderer Schwerpunkt lag darauf, die Jugendlichen zur Auseinandersetzung mit ihren eigenen Interessen und Fähigkeiten anzuregen. Durch spielerische Methoden und Impulse konnten sie reflektieren:
- Welche Tätigkeiten machen mir Spaß?
- Arbeite ich lieber praktisch oder theoretisch?
- Liegt mir Teamarbeit oder selbstständiges Arbeiten mehr?
Durchgeführt wurde diese Station von Herrn Ottavio, Berater der Agentur für Arbeit. Er unterstützte die Schüler:innen dabei, ihre Überlegungen einzuordnen, und machte deutlich, dass Berufsorientierung ein Prozess ist, bei dem man Schritt für Schritt mehr Klarheit gewinnt. Seine praxisnahen Hinweise zu Entscheidungsfindung und Orientierungsmöglichkeiten wurden von vielen als besonders hilfreich empfunden.
Station 3: Mit „Check-U“ zur eigenen Richtung
Ein weiteres Angebot war die Arbeit mit dem Online-Erkundungstool „Check-U“ der Agentur für Arbeit. Hier testeten die Schüler:innen ihre Interessen, Fähigkeiten und beruflichen Vorlieben. Die Ergebnisse lieferten individuelle Denkanstöße für passende Berufs- und Studienfelder und zeigten, wie digitale Angebote die Berufsorientierung sinnvoll unterstützen können.
Station 4: Der Weg zur Bewerbung
Die letzte Station widmete sich dem Thema Bewerbung. Die Schüler:innen erhielten Informationen darüber, wie Bewerbungsunterlagen aufgebaut sind, worauf Personalverantwortliche achten und wie man sich auf Vorstellungsgespräche vorbereitet. Ziel war es, Sicherheit zu gewinnen und mögliche Unsicherheiten abzubauen.
Ein Tag voller Perspektiven
Der Kompakttag machte deutlich, wie vielfältig die Wege nach dem Schulabschluss sind – und wie wichtig es ist, sich frühzeitig mit eigenen Interessen, Stärken und Zielen auseinanderzusetzen.
Ein herzlicher Dank gilt allen beteiligten Expert:innen und Partnern, die diesen Tag mit ihrem Engagement bereichert haben.
