Krakau- Studienfahrt der Leistungskurse Geschichte und Informatik vom Albert-Schweitzer-Gymnasium Hürth

Die Fahrtenwoche verbrachten die Leistungskurse Geschichte und Informatik in Krakau. In Sechs Tagen konnte die Stadt und auch benachbarte Städte erkundet werden.

Vorbereitung

Für fast alle Teilnehmer:innen der Fahrt war dies der erste Besuch des östlichen Nachbarn Deutschlands. Das Team von PolenMobil half dabei sich auf die Fahrt in historischer, kultureller, kulinarischer und sprachlichler Weise vorzubereiten. Die Tipps und Hinweise wurden auf der Fahrt gerne ausprobiert. Nicht nur einmal fand man sich am Zakopankie-Stand weder und probierte die üppig belegten Baguettes.

Anreise und Erster Tag: Erkundung der Innenstadt

Die Reise begann am Samstag Mittag in Köln. Mit leichter Verspätung ging es nach München, wo wir in den Nachtzug stiegen. Über Österreich und Tschechien ging es dann direkt nach Krakau. Eine Fahrt im Nachtzug bot für viele eine neue Erfahrung aber auch Gelegenheit zu netten Begegnungen. So tauschte man sich teilweise die ganze Nacht mit zwei Amerikanern, die auf Europareise waren, aus. Echte Begegnungen statt Schulunterricht!

Angekommen in Krakau und einem ersten Frühstück im Hotel, stand die Stadterkundung auf dem Programm. Kleingruppen besuchten die klassischen Sehenenswürdigkeiten der Krakauer Innenstadt wie Wawelschloss, Hauptmarkt und die Weichsel. Die entstandenen Fotocollagen sprechen hier für sich.

Zweiter Tag: Jüdisches Krakau

Heute stand das jüdische Krakau auf dem Programm. Ein geführter Stadtrundgang durch das jüdische Viertel Kazimierz zeigte auf eindrucksvolle Weise, wie die jüdische Bevölkerung Krakaus die Stadt vor der Besetzung durch die Deutschen ab 1939 prägte. Vor 1939 waren 25 % der Einwohner Krakaus Juden, heute besteht die jüdische Gemeinde nur noch aus ca 140 Mitgliedern Wir besuchten eine Synagoge, den alten jüdischen Friedhof und auch Drehorte von Schindlers Liste.. Kasimierz ist heute ein lebendiges Viertel mit Cafés, Restaurants und kleinen Läden und Galerien. Nicht nur einmal fanden wir uns abends dort wieder.

Dritter Tag: Besuch der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau

Ein Besuch in Auschwitz- dem Sinnbild des Holocausts- war das heutige Ziel. Dieser Ort der Massenvernichtung von Menschenleben zu besuchen, war für alle sehr bewegend. Hier wurden eine Million Menschen gefangen gehalten, gefoltert und ermordet. Wir sind uns einig: Diese Geschichte darf nicht vergessen werden und die Erinnerung muss erhalten werden.

Vierter Tag: Besuch in Skawina

Skawina ist Hürths Partnerstadt. Durch den Partnerschaftsverein der Stadt Hürth konnten wir die Johannes-Paul II-Schule in Skawina besuchen. Bei einem liebevoll gestalteten Kuchenbuffet kamen alle Jugendlichen und auch die Lehrkräfte schnell ins Gespräch. Schön, wie schnell alle in Kontakt kamen. Ein gemeinsamer Spaziergang durch Skawina bot uns einen Eindruck dieser schönen Stadt. Nach einem Mittagessen wurden wir sogar noch vom Bürgermeister persönlich empfangen.

Abends machten wir noch eine Bootstour auf der Weichsel und genossen den Sonnenuntergang in Krakau vom Wasser aus.

Fünfter Tag: Besuch des Salzbergwerks Wielicka

Und wieder ging es in die Nachbarschaft Krakaus. Diesmal besuchten wir das Salzbergwerk in Wielicka. Dort wird seit Jahrhunderten Salz gefördert. Heute kann man die alten Stollen besichtigen. Schon früh haben die Bergleute begonnen die alten Stollen mit Kunstwerken aus Salz zu bestücken. So finden sich dort eine Kapelle, ein Veranstaltungssaal unter Tage und immer wieder kleine oder große Figuren. Sehr eindrücklich!

Sechster Tag: Schindlers Fabrik und Abreise

Da wir erst abends abfuhren, konnten wir noch die ehemalige Fabrik von Oskar Schindler besuchen. Heute beherbegt sie eine sehenswerte Ausstellung zur Geschichte Krakaus während des Zweiten Weltkriegs. Ein Besuch des ehemaligen Ghettoplatzes schloss sich daran an.

Den Nachmittag vergbrachten einige auf dem Rummelplatz und genossen Krakau von oben auf dem KrakowEye.

Abends hieß es dann Abschied nehmen von dieser tollen Stadt aber die vielen Erlebnisse und Eindrücke werden bleiben.

Unser Dank geht an die Sandfort-Stiftung und den Partnerschaftsverein Hürth für die finanzielle und organisatorische Unterstützung. So konnten wir einen Teil Polens intensiv erleben.